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Wir waren kaum zurück bei unseren Fahrzeugen, kam unser Beamter mit Begleitung angefahren und erklärte uns, dass er für uns ein Taxi nach Mashhad für 50 Dollar organisieren könnte und dass das Afghanische Konsulat ab Samstag für fünf Tage geöffnet hat, die genauen Öffnungszeiten waren immer noch nicht in Erfahrung zu bringen. Von dem Angebot alles für uns in Mashhsd zu erledigen davon war keine Rede mehr.

Ok, das haben wir uns ohnehin schon gedacht. Das Taxi haben wir für Samstagmorgen 7 Uhr bestellt und 20 Dollar. Wer am nächsten morgen nicht kam war das Taxi. Während wir auf das Taxi warteten hat uns bereits ständig ein Taxler umtänzelt und jetzt sollte er mit uns ins Geschäft kommen. Seine geforderten 50 Dollar waren schnell auf 20 reduziert. Ich telefonierte mit meinem Freund Bedhad in Mashhad und bat um Unterstützung bei der Beantragung des Road Passes im Afghanischen Konsulat.

Gegen 7:45 Uhr waren wir auf dem Weg, nachdem wir wieder etliche Passkontrollen und einen Gepäckscan hinter uns gebracht hatten. Die Fahrt nach Mashhad ging zügig und gegen 12:00 Uhr waren wir am Konsulat, Bedhad erwartete uns schon. Und, um es vorab zu sagen ohne meinem Freund Bedhad wäre die Chance das Dokument, sprich den Road Pass, zu bekommen gleich Null.

Ich beschreibe mal im Schnelldurchgang. Es begann mit: erst einmal eine halbe Stunde vor einem Nebeneingang des Konsulats zu warten und das auf der Straße. Dann Passport, wieder warten. Jetzt mussten wir in eine Art Bearbeitungsbüro ca. 100 Meter seitlich zum Nebeneingang. Hier wurden uns einige Formulare zum Ausfüllen übergeben und das natürlich auf Persisch, als nächstes Passfoto, ich hatte meines vergessen, aber man glaubt es kaum, es war sogar ein Fotograf zugegen und es verlief sehr flott, scheinbar sind sie auf derartige Situationen vorbereitet.

Jetzt waren 150 Dollar pro Fahrzeug fällig. Nein, nicht bar wir mussten zu einer Bank und das Geld dort einzahlen. Die Banken waren natürlich geschlossen, Bedhad hatte wiederum einen Bekannten in einer naheliegenden Bank und wir hatten die Möglichkeit das Geld durch den Türschlitz zu übergeben. Keine 20-Dollar-Noten war die sofortige Antwort, es werden nur 100-Dollar-Scheine akzeptiert. Weiter ging die Rennerei, Bedhad kannte eine Wechselstube und wir erhielten wieder nach viel Gelaber die 100-Dollar-Scheine.

Endlich zurück im Konsulat wurden wir jetzt herein gebeten und wieder Warten. In der Zeit konnten wir uns mit einem Afghani unterhalten, der hier eine uns unbekannte Funktion hatte. Alle Straßen in Afghanistan wären schneefrei versicherte er uns, sogar die nach Bamiyan bei der es über 3500 Meter geht, dort sind die gesprengten Budha-Statuen die wir uns natürlich ansehen wollen.

Das Warten hatte ein Ende und uns wurden die Road Pass-Dokumente übergeben. Es war nach 16:00 Uhr und an eine Rückfahrt zur Grenze war nicht zu denken, diese schloss genau zu dieser Zeit. 

Bedhad nahm uns mit zu sich nach Hause und wir konnten dort die Nacht verbringen.

Ich saß auf der Couch bei Bedhad und nahm den Road Pass zur Hand um das Schriftstück mal näher zu betrachten und man kann es nicht glauben - die Jungs hatten die Daten unserer Fahrzeuge bunt durcheinander gemischt, mein Fahrzeug hatte jetzt das Kennzeichen von Theo auch die Fahrgestellnummer und Motornummer waren die von Theos G90. Bei ihm war es entsprechend umgekehrt. Da sind doch schon wieder anstehende Probleme vorprogrammiert.

Sonntag 12:00 Uhr wir sind zurück an der Grenze auf unserem neu zugewiesenen Parkplatz - es wurde nach zwei Tagen festgestellt, dass unsere Fahrzeuge die Sicht ihrer Überwachungskameras beeinträchtigen - und wollen am nächsten Tag die Grenze nach Afghanistan passieren.

Inshallah.

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