Das war natürlich sofort ein Auflauf im Dorf und jeder war bemüht uns heraus zu helfen was am Ende auch gelang. Jetzt waren wir natürlich geliefert, es folgte eine Einladung zum Mittagessen zusammen mit der Großfamilie und das Essen war ausgezeichnet. Voller Überraschung trafen wir in der Runde unseren Mechaniker der uns tags zuvor die Motoraufhängung notdürftig reparierte. Auch hier kamen wir einer Einladung zum Abendessen am nächsten Tag nicht aus. Am folgenden Tag wurden wir die letzten Kilometer von unserem neu gewonnen Freund Ali, einem Landwirt der hier Safran-Felder und kleine Pistazien-Plantagen bewirtschaftete zu dem Torbogen gelotst. Es ging eine leicht schlammige, semi-steile Bergstraße hoch bis zu einer Umkehrstelle. Die letzten 500 Meter war ein sehr steiler und sehr schlammiger Aufstieg. Die letzten hundert Meter hab ich mir dann verkniffen da es dann tatsächlich ans Klettern ging. Das Wetter war zwar top aber der Bogen stand in einem schlechten, kontrastlosen Licht.
Unser kurzer Abstecher erwies sich einmal mehr als ein sehr schönes Erlebnis. Direkt auf dem Weg zur Grenze lag der Ort Nashtifan und hier waren die ältesten Windmühlen der Welt zu bewundern, angeblich bis heute in Betrieb. Nach der Besichtigung war ich aber davon nicht mehr so ganz überzeugt. Hinter den Windmühlen ein alter zoroastrischer Friedhof. Zoroastrismus nach dem persischen Religionsstifter Zaratustra benannt, ist eine uralte monotheistische Religion und basiert auf dem Prinzip Gut gegen Böse und Himmel und Hölle und grundsätzlich geht es um „gute Gedanken, gute Worte und gute Taten“, eine hochinteressante Geschichte verbirgt sich dahinter.
Jetzt sind es noch 100 km zur Grenze.
Comments powered by CComment