Skip to main content

Wir bleiben in der Wüste, hunderte von Kilometern einsamer Wüsten und Gebirgsgegenden lassen wir hinter uns dabei erreichten wir immer wieder die 2.000 Meter Höhenlinie und oftmals weit darüber. Wir sind auf dem dem Weg nach Yazd und passieren dabei einen unrühmlichen historischen Platz, bekannt unter „Eagles claw operation“ oder wie die Iraner es nennen „Eagles claw desaster“. Dahinter steckt der damalige völlig missglückte Versuch die Geiseln aus der US Botschaft in Teheran zu befreien, das war 1981. In der Wüste von Tabas sollte die Operation starten, endete aber in einem „Desaster“. Ich schoss noch ein paar Fotos von den Wracks der Helikopter und eines Flugzeuges das sich innerhalb eines mit Stacheldraht umzäunten Areals auf ihre gänzliche Verrottung warten. Die Iraner bauten neben dem Areal eine kleine Mosche, ich nehme an zur Erinnerung und benahmten sie mit: „Thank you“.

We remain in the desert, leaving behind hundreds of kilometers of lonely desert and mountainous areas, frequently reaching and often surpassing the 2,000-meter elevation line. We are on our way to Yazd, passing through an infamous historical site known as the "Eagles Claw Operation" or, as Iranians call it, the "Eagles Claw Disaster." This refers to the utterly failed attempt to rescue hostages from the US Embassy in Tehran in 1981. The operation was supposed to commence in the Tabas desert but ended in a "disaster." I took a few photos of the wrecks of helicopters and an aircraft within a fenced area, waiting for complete decay. Next to the site, the Iranians built a small mosque, presumably as a memorial, naming it "Thank You."


 

Wir erreichen die Wüstenstadt Yazd, bekannt ist diese Stadt durch ihre vielen hohen Windtürmen, die antiken Klimaanlagen derer man sich heute wieder erinnert. In vielen arabischen Städten wird diese Technik, damals von Iranern erfunden zur Klimaregulierung von Gebäudekomplexen abermals angewandt. Kurz zur Funktion: Die Türme sind im Inneren meist zwei oder viergeteilt und können dadurch entsprechend der Windrichtung ausgerichtet werden. Die Luft strömt durch die länglichen Öffnungen in den Turm und wird durch den Staudruck nach unter geführt und kühlt durch den entstandenen Luftzug die Räumlichkeiten, die warme Luft strömt zurück durch den gegenüberliegende Schacht durch den Turm in die Außenluft. In besonderen Fällen befindet sich unter dem Turm im Gebäude ein kleines Fließgewässer das zusätzlich zusammen mit der herabströmenden Luft Kühlung erzeugt. Diese Fließgewässer werden von Qantas (unterirdische Wasserleitungen) entnommen die das Wasser so in Yazd aus einer Entfernung von 90 km beziehen. 

Oft werden diese Windtürme zur Kühlung von Wasserspeichern benutzt. Diese Wasserspeicher findet man in Iran immer in trockenen und wasserarmen Gegenden. Man erkennt sie an den kumpelförmigen Aufbauten mit einem großen oft torförmigen Eingang etwas abgesetzt von der Kuppel. Über diesen Eingang gelangt man unterhalten der Kuppel indem sich das Wasser befindet. Die Bewohner schöpften wie anderer Orts über Brunnen von hier ihr Wasser.

We reach the desert city of Yazd, known for its many tall wind towers, the ancient air conditioning systems that are remembered today. In many Arab cities, this technology, invented by Iranians back then, is once again applied for climate regulation in building complexes. A brief explanation of how it works: The towers are usually divided into two or four sections inside and can be aligned according to the direction of the wind. The air flows through the elongated openings in the tower, is led down by the air pressure, and cools the spaces through the resulting airflow. The warm air returns through the opposite shaft through the tower to the outside air. In special cases, there is a small watercourse under the tower in the building, which, together with the descending air, generates additional cooling. These watercourses are taken from Qanats (underground water channels), which, in Yazd, draw water from a distance of 90 km.

These wind towers are often used to cool water reservoirs, which are found in dry and water-scarce areas in Iran. You can recognize them by the dome-shaped structures with a large, often torus-shaped entrance slightly separated from the dome. Through this entrance, one reaches below the dome where the water is located. The residents would fetch their water from wells here, as in other places.


Im Iran nennt man es Zoorkhaneh im Englischen sagt man „House of Strength“ oder „House of Power“ und ich habe schon zu Hause recherchiert wo diese Einrichtungen in Iran zu finden sind. Und Yazd davon wussten wir gibt es ein „House of Power“ und es war sehr zentral gelegen und somit für uns schnell zu finden. In Yazd ist es in einem großen alten Wasserspeicher untergebracht. 

Was ist nun Zoorkaneh? Lasst es mich mit den Worten meines Freundes Kamran erklären.

Zoorkhaneh ist eine traditionelle iranische Sportstätte dessen Bestehen 3000 Jahre zurück geht. Dieser Platz hat neben der sportlichen Aktivität auch einen religiösen Hintergrund und wird als eine heilige Stätte betrachtet in der starke und strenggläubige Athleten trainiert werden und die ihrerseits die Schwachen in entsprechenden Situationen verteidigt. Diese Athleten nennt man Pahlevan (übersetzt oftmals als: persische Ringer) und wurden früher oftmals als lokale Schutzleute (Kalanter) gewählt. Das benutzte Sportgerät verkörpert in der Regel Waffen die zu damaliger Zeit benutzt wurden. So verkörpern die riesigen konischen Holzzylinder Keulen. Dieser Sport der in den Zoorkhaneh praktiziert wird nennt man Varnish Pahlevani, er ist rytmisch in Harmonie mit Trommeln genannt Tonika und wird dargeboten von einem sog. Morshed der die Tonika spielt und Verse des Shahnameh (Buch der Könige) besingt, die persische Mythologie über die Pahlevans und den Krieg gegen allen Bösen. Diese Verse motiviert die Athleten (Pahlevans) und die begleitenden Trommeln spenden eine gewisse Harmonie.
Am Ende des Tages spazierten wir noch durch das Zentrum von Yazd und schossen ein paar Nachtaufnahmen.

In Iran, it is called Zoorkhaneh, in English, it is referred to as the "House of Strength" or "House of Power." I had already researched where these facilities can be found in Iran. In Yazd, we knew there was a "House of Power," and it was centrally located, making it easy for us to find. In Yazd, it is housed in a large old water reservoir.

So, what is Zoorkhaneh? Let me explain it in the words of my friend Kamran:

Zoorkhaneh is a traditional Iranian sports venue dating back 3000 years. In addition to sporting activities, this place has a religious background and is considered a sacred site where strong and devout athletes are trained, ready to defend the weak in appropriate situations. These athletes are called Pahlevan (often translated as Persian wrestlers) and were often chosen as local protectors (Kalanter) in the past. The sports equipment used typically embodies weapons used in ancient times. For example, the giant conical wooden cylinders represent maces. The sport practiced in Zoorkhaneh is called Varnish Pahlevani, performed rhythmically in harmony with drums called Tonika and presented by a Morshed who plays the Tonika and sings verses from Shahnameh (Book of Kings), the Persian mythology about Pahlevans and the war against all evil. These verses motivate the training athletes (Pahlevans), and the accompanying drums provide a certain harmony.

The end of the day included a short walk in the city center with a few night photos.

Comments powered by CComment