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Heute verließen wir unseren zentral gelegenen Parkplatz in Yazd sehr früh, einmal um etwas entspannter aus dem spannenden und aufregenden Verkehrsgetümmel zu entkommen und wir wollten noch am selben Tag Shiraz erreichen. Dabei gab es einige Stationen dazwischen: den Tomb von Cyrus II, die Nekropolen und Persepolis. Der Tomb von Cyrus II ist das geheime Wahrzeichen Irans. Die Regierung ist nicht so sehr erfreut, dass dieses Wahrzeichen von den Iranern so hochverehrt wird, stammt es doch aus weit vor der islamischen Zeit. Cyrus II (600-530) war der König, der das große persische Reich gegründet hat, er hat die polyethischen Gruppen zusammen geführt und unter einem Reich vereinigt. Die iranische Geschichte ist für mich sehr komplex und selbst nachdem mir meine iranischen Freunde, im Speziellen Kamran, dies schon einige Male versucht haben zu erklären, steh ich immer noch vor einer Wand der Unwissenheit. 

Today, we left our centrally located parking lot in Yazd very early, partly to escape the exciting and hectic traffic and also because we aimed to reach Shiraz on the same day. There were several stops along the way, including the Tomb of Cyrus II, the necropolises, and Persepolis. The Tomb of Cyrus II is Iran's secret landmark. The Mullah government is not particularly pleased that Iranians hold this landmark in such high regard, as it predates Islamic times. Cyrus II (600-530) was the king who founded the vast Persian Empire, bringing together polyethnic groups under one reign. Iranian history is complex for me, and even after my Iranian friends, especially Kamran, have tried to explain it to me several times, I still find myself facing a wall of ignorance.


 

Gerade mal 10 km vom Tomb des Cyrus entfernt besuchten wir - und das aber nur kurz - die Nekropolen, das sind riesige in eine Felswand eingearbeitete Steingräber aus der Zeit der Achaemeniden (550 -330). Warum keine Fotos? Ich hab im MAN geschlafen während Birgit einen Rundgang absolvierte, für mich wäre es nämlich das dritte Mal gewesen. Nach weiteren 70 km erreichten wir Persepolis, die damalige Hauptstadt der Achaemeniden und 330 BC von Alexander dem Großen zerstört, sie wurde danach nicht wieder aufgebaut. Auch diese historische Städte ist dem Regime ein Dorn im Auge, kurz nach der Revolution wollte man sie mit Bulldozern platt machen. Die Stadt ist natürlich ein Highlight auch für Alle die nicht besonders an der Geschichte interessiert sind. Der Eindruck ist schwer zu beschreiben und auch wenn es tausende von Abbildungen gibt, man sollte es erlebt haben. Ich versuche mich immer in die Zeit zurück zu versetzen und versuche mir vorzustellen wie diese Monumente mit den damaligen technischen Mitteln erstellt wurden und wie diese gigantischen Felsbrocken genau an die richtige Stelle positioniert wurden und das vor weit über 2000 Jahren. Die Perser hatten’s drauf.

Shiraz ist eine sehr schöne Stadt - nur den nervenaufreibenden Verkehr könnte man auch hier weglassen. Wir hatten Glück und fanden einen zentralen Parkplatz, das mit einem kleinen abrupten Stopp begann. Über der Einfahrt des geschlossen Parkplatzes verlief ein Stromkabel in einer für unseren MAN ungünstigen Höhe. Bevor wir uns versahen, war der Parkwächter mit einem Besen auf dem Dach unseres Fahrzeuges und managte die sichere Durchfahrt.

Am nächsten Morgen war dann Sightseeing angesagt, der Palast, das Fort, die pinke Mosche etc. Mit dem Taxi fuhren wir noch zum Tomb des Hafez - einer der berühmtesten Poeten Irans, der übrigens auch mit Goethe befreundet war. Es gibt dort, ich nenne es mal einen Goethe Gedenkstein, wir haben ihn übersehen. Keine Ahnung wie sich die Beiden getroffen oder kommuniziert haben über diese Distanzen.

Eram Botanical Garden ist ein Besuch wert. Ich bin nicht der begeisterte Gartenbesucher, aber dieser hat mich schwer beeindruckt. Eine unüberschaubare Zahl an unterschiedlichen Bäumen und Pflanzen und der größte Teil mit einem beschreibenden Schildchen versehen. Leider fehlte auch hier das Blühende.

Den Tag schlossen wir mit einem lockeren Spaziergang durch die Innenstadt und natürlich einem Kebab. Immer wieder werden wir dabei angesprochen: wo kommt ihr her, wie gefällt euch Iran und meist entsteht ein kurzer freundlicher Plausch.

 

Just 10 km away from the Tomb of Cyrus, we briefly visited the necropolises, huge stone tombs carved into a rock wall from the Achaemenid period (550-330). Why no photos? I was sleeping in the MAN while Birgit took a quick tour; it would have been my third time seeing it. After another 70 km, we reached Persepolis, the former capital of the Achaemenids, destroyed by Alexander the Great in 330 BC and never rebuilt. This historical city is also a thorn in the regime's side; shortly after the revolution, there were plans to bulldoze it. The city is, of course, a highlight for those not particularly interested in history. The impression is hard to describe, and even with thousands of images, one should experience it. I always try to transport myself back in time, imagining how these monuments were created with the technological means of the era and how these gigantic rocks were precisely positioned over 2000 years ago. The Persians knew what they were doing.

Shiraz is a beautiful city—only the nerve-wracking traffic could be omitted. We were lucky to find a central parking lot, albeit with a small abrupt stop. Above the entrance to the closed parking lot, a power cable ran at an inconvenient height for our MAN. Before we knew it, the parking attendant was on the roof of our vehicle with a broom, managing the safe passage.

The next morning, sightseeing was on the agenda: the palace, the fort, the pink mosque, etc. We took a taxi to the Tomb of Hafez—one of Iran's most famous poets, who was also friends with Goethe. There is what I would call a Goethe memorial stone there, which we overlooked. No idea how the two met or communicated over such distances.

Eram Botanical Garden is worth a visit. I'm not an enthusiastic garden visitor, but this one impressed me greatly. An overwhelming number of different trees and plants, most with descriptive signs. Unfortunately, the blooming was missing here as well.

We ended the day with a leisurely stroll through the city center and, of course, a kebab. We are frequently approached: where are you from, how do you like Iran, and usually, a short friendly chat ensues.

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