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Wir sind wieder in Saudi-Arabien und auf dem Weg nach Riad, der Schaltstelle für die Wege nach Westen und in den Norden. Nord-östlich von Riad liegt die Wüste Dahna - unsere nächste geplante Unternehmung. Und in Riad musste noch etwas am MAN gefixt werden. 

Was hat das jetzt mit dem Lost Place zu tun? Auf der Strecke nach Riad, ca. 30 km abseits der Asphaltstraße gab es einen Berg, Jabel Almqtw und dort irgendwo in unmittelbarer Nähe ein altes verlassenes Fort. Birgit hat den Ort  bereits in Deutschland recherchiert aber leider ohne genaue Positionsangaben. Wir setzten uns also an den Kartentisch und fanden tatsächlich den Ort und es gab eine Piste.

Der Einstieg in die Piste war schnell gefunden und wir folgten einer holprigen, aber trotzdem einigermaßen gut befahrbaren Piste, links und rechts immer wieder Beduinenbehausungen bis es dann immer einsamer wurde und auch die Piste zeigte sich jetzt als wenig befahren. Aus der Topografie der Karte haben wir es bereits erwartet: eine steile Felsenfront tat sich auf und von Weitem erkannten wir, dass die Piste irgendwie darin verschwand. Nach ein paar weiteren Kilometern war die Auffahrt sichtbar und kurz davor stoppte ich erst einmal. Die Auffahrt war extrem steil mit großen Vertiefungen, von denen manche mit Schotter etwas aufgefüllt waren und am Ende führte eine lange und immer noch sehr steile Steinplatte zu einer engen schluchtartigen Durchfahrt bis zum Plateau.

Nach dem Durchlaufen der Strecke stand fest: müsste gehen. Am meisten Respekt hatte ich vor dieser glatten Felsplatte, bei der ich ein eventuelles Abrutschen befürchtete. Aber alles ging gut und die Passage zu filmen haben wir auch vergessen, machten wir dann beim Rückweg.

Das Fort war dann schnell gefunden. Es ist uns nicht viel über die Geschichte bekannt, erbaut um 1914 wurde es später mit den Mitteln, die unmittelbar vor Ort verfügbar waren restauriert und für den heimischen Tourismus vorbereitet. Leider schien die Aktion in die Hosen gegangen zu sein und das Gebäude wurde schnell dem Verfall überlassen. Ich bin mir recht sicher, dass der Grund die  Abgeschiedenheit und die schwierigen Anfahrtsbedingungen waren.

Eine sehr schöne Fotokulisse war es allemal auch wenn ein Drohnenflug aufgrund des sehr starken Windes nicht möglich war.

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