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Immer wieder sind wir mit Lokals im Gespräch oft auch mit Händen und Füßen. Dann sitzen schon mal sechs Personen im Track und wir werden schlicht erschlagen von den Vorschlägen was wir ganz dringend besuchen müssen. Dabei spielt es für sie keine Rolle ob das erwähnte Highlight gerade mal 800 km entfernt ist. 

Ein Kamelrennen stand schon lange auf unserer Wunschliste ist aber natürlich für uns schwer planbar. Aber das Glück war uns hold und wir erfuhren, dass eines der größten Rennen und das über fünf Tage bei dem alle Golfstaaten teilnehmen werden in Kürze stattfinden wird, ca. 100 km von unserem Standort entfernt. Allerdings waren fünf Tage zu überbrücken. Aber wir hatten genug zu tun, Wäsche war zu erledigen neue Sitzbezüge ließen wir uns anfertigen und etwas Ruhe tat uns auch gut. Zu guter letzt kam uns noch ein glücklicher Umstand zu gute, ein Tip den wir schon vor einiger Zeit erhielten und der uns dringend angeraten wurde zu besuchen das Museum „Oman Across Ages“ lag auf dem Weg, perfekt.

 

Wir erreichten das Museum und waren erst mal platt, und das vom Staunen über das architektonische Kunstwerk. Der Museumskomplex steht völlig isoliert in der Wüstenlandschaft und verstärkt den bereits gewonnen Eindruck. Geparkt wird in einer rießigen Tiefgarage, parkende Fahrzeuge im Freien auf großen Parkflächen würde den Gesamteindruck dieser Architektur stören, so meine Vermutung. Bummer das erste Mal in einer Tiefgarage.

Der Kinnladeneffekt setzte sich im Inneren des Gebäudekomplexes fort unbeschreiblich schön, elegant und modern kuratiert, man sollte es gesehen haben. Das Thema ist, wie der Name schon zu erkennen gibt, der Oman von seinen Ursprüngen bis heute. Ich hoffe, dass die Bilder einen kleinen Eindruck vermitteln können.

Die Rennbahn liegt in der Nähe von Adam, in einem kleinen Ort namens Al Bashayer und mitten in sandiger Umgebung. Der Rundkurs der Bahn erstreckt sich über 12 km gesäumt von Asphalt für die Kamerafahrzeuge und daneben eine breite Piste für die Verfolgerfahrzeuge der Kameleigner. Die Kamele werden nicht mehr wie früher von Kindern geritten sondern der motivierende Antrieb erfolgt über kleine Roboter die auf den Rücken der Kamele verzurrt werden. Über eine Fernsteuerung via mobile Telefon wird der Roboter aus dem verfolgenden Fahrzeug gesteuert. Wenn 20 Kamele am Start bedeutet dies, minimum 20 Toyota Landkruser  auf der Piste und das im Verfolger-Modus, ein Riesen-Spektakel.

Wir parkten direkt neben der Rennbahn gleich neben den TV-Fahrzeugen und warteten auf protestierende Einwände, aber kein Problem. Wir wurden von den TV-Leuten sogar auf eine Mitfahrt rund um die Rennbahn eingeladen und anschließend erfolgte eine Besichtigung der Übertragungswagen. Wir konnten uns während der gesamten Zeit völlig frei bewegen, kein Kontrolleur oder Security hinderte uns, es gab auch keine Tickets, freier Eintritt für Alle. Erstaunlicherweise begegnete uns kein einziger Tourist, das ist uns bereits während unserem Museumsbesuch aufgefallen. Wir schlenderten über die Tribühnenanlage, dort wurden die Preise präsentiert, etliche Toyota Landcruser, Range Rover und noch einige mir unbekannte Automarken, zusätzlich gab es ein Preisgeld von umgerechnet 60.000 Euro. Hier wurden wir von dem TV-Team aufgegriffen und zu einem Interview für eine Social Media Plattform eingeladen.

Die Rennen waren für Frühmorgens und Nachmittags angesetzt, es stellte sich aber heraus das dies völlig willkürlich entschieden wurde, ein verlässlicher Zeitplan war für uns nicht erkennbar, war auch egal.

Insgesamt erstreckte sich der Event über fünf Tage. Am Morgen des dritten Tages beschlossen wir die Weiterfahrt, das Visum neigte sich dem Ende.

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