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Nach dem Kamelrennen waren wir praktisch auf dem Weg in die Emirate, als erstes Dubai. Auf dem Weg dorthin waren noch einige Übernachtungen im Oman, unter anderem nächtigten wir in der Nähe einer Fischersiedlung an einem Sandstrand. Und meist dauert es nicht lange und wir kommen in Kontakt mit den Locals, werden zum Essen eingeladen und erfahren so einiges aus dem Alltag der Omanis. Ein Fischer war ehemals bei der Luftwaffe, mit 40 pensioniert und betreibt jetzt ein Strandrestaurant, und wir mussten die Speisekarte testen, na ja.

Für übermorgen hätte er uns zum Fischen eingeladen, die ganze Nacht auf See hätte mich schon sehr gereizt, aber wir mussten an die Grenze. Noch am selben Abend waren wir beim Einholen eines riesigen Fischernetzes dabei. Das Netz wird von Land aus mit einem Geländewagen Meter für Meter eingezogen und erst am Ende wird der Fangertrag sichtbar. Dauert Stunden. Im Netz verfing sich eine Schildkröte von beachtlicher Größe und wir lotsten sie Richtung Meer, nachdem sie die Fischer recht unsanft aus dem Netz gezerrt haben. Anfangs wollte sie in entgegengesetzter Richtung abziehen, aber sie folgte dann recht brav dem Lichtkegel, den ich immer vor ihrer Nase ausrichtete. Das dauerte, denn sie schien doch etwas geschwächt zu sein.

Ein weiteres interessantes Geschehen konnten wir beobachten, das Rein- und Rausmanövrieren der Fischerboote. Die Fischer benutzen hierfür abgewrackte Geländewagen, die würde man selbst in Schwarzafrika verschrotten, aber wie man sieht, es funktioniert. Ihr Gebrauchsfahrzeug ist natürlich ein Achtzylinder-Toyota.

Über Dubai möchte ich nicht viel Worte verlieren, man müsste hier einige Tage bleiben und am besten mit dem Moped oder Fahrrad unterwegs sein. Wir konzentrierten uns auf die Must See-Orte und kauften für die Birgit die neue Drohne die sie im Oman versenkt (selbst versenkt) hat. Apropos Sehenswürdigkeiten: die Einkaufs-Malls sind eine Sehenswürdigkeit für sich, wir waren in der Dubai Mall, angeblich die größte der Welt. 

Und einen schönen ruhigen Übernachtungsplatz hatten wir auch, direkt am Wasser und mit Sicht auf die Skyline. Der Verkehr ist geordnet und diszipliniert, aber von A nach B zu kommen ist nervig. Durch die zweispurigen Fahrbahnen ist es schwierig auf die gegenüberliegende Straßenseite zu gelangen, das Ziel mag gerade mal zwanzig Meter entfernt sein, der Ort für einen U-Törn aber meist einige Kilometer.

 

Gleiches gilt für Abu Dhabi, für uns relativ uninteressant mit Ausnahme der Sheikh Zayed Grand Moschee, sehr beeindruckend. Interessant war der Zugang zur Moschee, dieser erfolgte unterirdisch und der gesamte Tunnel eine einzige „Fressmeile“ mit Souvenirläden, wir staunten. 

Auf dem Weg zur Grenze übernachteten wir nochmals an einem Parkplatz innerhalb eines kleinen Ortes und erlebten etwas für uns sehr Verblüffendes. Wir saßen in der Kabine unseres MANs und es klopfte an der Tür. Aus dem Fenster sah ich einen älteren Herren, vermutlich ein Inder kein Araber und er drückte Birgit eine Tüte in die Hand, faselte irgend etwas Unverständliches und verschwand. In der Tüte sechs Flaschen Weißbier (5% Alk.). Man kann sich unser Erstaunen vorstellen. Aber damit noch nicht Schluß, keine fünf Minuten später das gleiche Prozedere, wieder eine Tüte und ein Zwölfer-Pack Wasser, und weg war er. In der Tüte zwei Shawarma und zwei große Mangos. Von Saudis und Omanis haben wir das schon mehrfach erlebt, aber Bier und von einem Inder?

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