Blog Marokko

Heute möchten wir die Tanneri, die lokalen Gerbereien, besuchen. Wir haben schon einiges gelesen über die üblen Vorgehensweisen der dort besonders aktiven Schlepper - wir sind vorbereitet. Die Verlängerung über den Platz Djemaa el Fna führt schnurstracks in die Medina und Souks. An einem Punkt der Unentschlossenheit lassen wir uns dann doch auf einen Freund eines Geschäftsinhabers ein, der zufällig des Weges kommt. "No money", so verspricht er es uns. Am Eingang zu einer kleineren Gerberei habe ich dann prompt schon das allseits beschriebene Bündel Minze vom Chef der Gerberei ausgehändigt bekommen, das gegen die beissenden Gerüche helfen soll. Anders als in Fes sind in Marrakech die Becken nicht bunt.

Casablanca und Marakesch
Gestern sind wir noch ein ganzes Stück weitergefahren. 300 Kilometer auf der Autobahn an der Küste entlang bis Casablanca. Vorbei ging es auf langer Strecke an unterschiedlichen Gewächshäusern. Auf den Märkten sieht man häufig Bananen. Man wundert sich über die exotische Frucht neben den Produkten aus dem heimischen Anbau. Doch hier nach den kleineren Foliendächern entdecken wir in den grösseren Gewächshäusern unter Folien Bananenstauden. Obwohl Marokko bisher ein gutes Tankstellennetz bewies, mussten wir die Autobahn zum Tanken dann doch verlassen. Ein Mal versuchten wir auch unser Glück in Kanitra für ein Mittagessen.
Trotz 3stündiger Verspätung bei der Abreise in Genua, erreichen wir den Hafen von Tanger Med schon deutlich vor der zu erwartenden Ankunftszeit. Zwei Tage Fähre waren dank Gesprächen mit den beiden Weltenbummlern Maria und Reinhold aus Österreich gefühlt kurzweiliger als die paar Stunden, die die Ausschiffung und Einfuhr nach Marokko in Anspruch nahm. Ich wähnte uns schon mit der Prozedur abgeschlossen, als wir noch eine Extrarunde zum Durchleuchten zum - so scheint's - neu angeschafften Scanner drehen mussten. Ich hatte Sorgen um das Bier - Jürgen um die Drohnen. Trotz Unauffälligkeit am Scanner war es noch nicht ausgestanden. Die nächste Station wartete mit viel Chaos, Durchsuchungen und Drogenhunden auf. Von System keine Spur.

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