Asilah

17. Januar 2023
Author Text: Birgit Funk

Trotz 3stündiger Verspätung bei der Abreise in Genua, erreichen wir den Hafen von Tanger Med schon deutlich vor der zu erwartenden Ankunftszeit. Zwei Tage Fähre waren dank Gesprächen mit den beiden Weltenbummlern Maria und Reinhold aus Österreich gefühlt kurzweiliger als die paar Stunden, die die Ausschiffung und Einfuhr nach Marokko in Anspruch nahm. Ich wähnte uns schon mit der Prozedur abgeschlossen, als wir noch eine Extrarunde zum Durchleuchten zum - so scheint's - neu angeschafften Scanner drehen mussten. Ich hatte Sorgen um das Bier - Jürgen um die Drohnen. Trotz Unauffälligkeit am Scanner war es noch nicht ausgestanden. Die nächste Station wartete mit viel Chaos, Durchsuchungen und Drogenhunden auf. Von System keine Spur.

Am Ende war es dann schon nach 22:00 Uhr, als sich uns freie Fahrt bot, so blieben wir die Nacht auch direkt noch im Hafen.

Heute Morgen haben wir uns gleich nach Asilah aufgemacht, zirka 70 Kilometer südlich von hier. Wir wollen uns mit Maria und Reinhold noch einmal treffen, um uns mit dem Insider-Wissen der beiden erneut einzudecken. Tanger selbst müssen wir nun nicht mehr anfahren, da wir schon Geld wechseln und - zur Beruhigung von Jürgen - Sim-Karten kaufen konnten.

In Asilah stellt sich mit einem Helfer heraus, dass wir überteuerte Telefonkarten statt Datenkarten von den Strassenjungs eingekauft haben. Der Schlepper verhilft uns zum Datenpaket, das nun auch funktioniert. Insgesamt haben wir nun 2 x 20 GB zur Verfügung.

 

Obwohl wir halb Asilah abgefahren sind, finden wir unsere Österreicher mit dem Action Mobil nicht. Heute wollen wir auch nicht mehr weiter, so richten wir uns an dem Parkplatz zwischen Meer und Medina ein. Zahlreiche Wohnmobile stehen schon dort - hauptsächlich Franzosen. Der Parkplatzbeauftragte luchst uns ein Bier ab.

Der nicht ganz so kleine Ort ist auf einer seiner Haupteinkaufsstrassen mit seinen kleinen Läden geschäftig, aber trotzdem beschaulich. Bunt gekleidete Weiberl, oft mit putzigen Hüten, verkaufen auf dem Boden ihr Gemüse und auch gerne Petersilie. Man könnte auch gut Fleisch kaufen, oder Gewürze und Linsen. In der Stadt lässt sich J beim Barber rasieren, was seiner Akklimatisierung dienlich ist. Mir reichen ja schon Palmen und die Rufe der Muezzins. Wir kaufen Gebäck und trinken noch Kaffee, bevor wir den Weg zurück zum Auto finden.

Für den perfekten Tag müsste nur noch das Wetter mitspielen. Seit gestern stürmt und regnet es immer wieder wild.

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